Pressemitteilung
42 Grad Celsius – Note 6 für Hitzeschutz!
ÖDP fordert endlich praktische Umsetzung von Grün- und Schwammstadtkonzepten für Thüringer Innenstädte
Die Einwohner Deutschlands und Europas haben seit spätestens 2017 ein Gefühl dafür bekommen, was „Sommer“ in Zukunft für Mensch und Natur bedeutet: monatelange Dürrephasen, unerträgliche Hitze, Nächte ohne nennenswerten Temperaturabfall. 2018 und 2019 war plötzlich von den „Jahrhundertsommern“ die Rede, so, als ob diese Sommer nur alle 100 Jahre auftreten. Im Juni 2026 nun ein erneuter „Jahrhundertsommer“, der auch diesmal wieder zahlreiche Opfer durch Hitzschlag, Kreislaufkollaps oder Dehydrierung forderte. Als nichtparlamentarische Kleinpartei fragt die ÖDP, was die verantwortlichen Parlamentarier, Stadträte und Oberbürgermeister von AfD, BSW, CDU, FDP, FW, Grüne, Linke und SPD denn an effektiven Hitzeschutzmaßnahmen besonders in den Innenstädten in die Praxis umgesetzt haben?
Als Negativbeispiel dient uns leider wieder einmal die ehemalige Großstadt Gera mit ihrem derzeitigen Sonderstatus. Die ostthüringische Kommune hat zwar erfreulicherweise die harten Jahre der Haushaltssicherung halbwegs gut überstanden, doch scheint für effektiven Hitzeschutz kein Geld mehr bereitzustehen. Dabei wäre durch kluges planvolles Handeln sogar Geld einzusparen, indem man der Natur wieder das zurückgibt, was der Mensch sich durch permanente Versiegelungsoffensiven stadtplanerisch einfach genommen hat: begrünte Freiräume in den Innenstädten, die Schatten spenden, die Luftfeuchtigkeit erhöhen, und die Umgebungstemperatur um einige Grad Celsius abkühlen. Diese Hitzeschutzmaßnahmen haben präventiven Charakter und tragen zu einem effektiveren Schutz der Gesamtbevölkerung bei. Leider muss die ÖDP Ostthüringen in Bezug auf Gera wiederholt feststellen: wo kein Wille ist, ist auch kein Weg. Der Weg der Stadtratsmehrheit scheint schon vorgezeichnet zu sein. Man will um jeden Preis eine massive Versiegelungsoffensive im „Quartier Mitte“ starten, damit auch der letzte Einwohner und der letzte Tourist während der Sommermonate der Innenstadt Geras fernbleibt. Zum Wohle der Bewohner und Gäste Geras, zum Wohle von Hunden und zahlreicher anderer Tierarten und zum Wohle der städtischen Gesamtentwicklung fordert die Gemeinwohlpartei ÖDP die Verantwortlichen endlich zum Handeln auf: lasst euch nicht länger von Profitinteressen leiten und das „Quartier Mitte“ zu einem Betongrab machen sondern denkt und handelt endlich langfristig, strategisch und ökologisch! Wir sagen NEIN zu einer Bebauung des Freiraumes zwischen De-Smit-Straße und Stadtmuseum, zwischen Arcaden und KuK. Wir sagen JA zu einer grün-blauen infrastrukturellen Freiraumentwicklung mit Grün- und Schwammstadtcharakter zugunsten einer sehr hohen Aufenthaltsqualität für alle Generationen in unserer Stadt! Neben einer innerstädtischen Entsiegelungsoffensive ist eine konsequente Installierung von Photovoltaik-Modulen auf kommunalen Dächern vonnöten, um bei Extremtemperaturen für energiesparenden Zivilschutz sorgen zu können. Die Kommunen können und müssen bei anhaltend hohen Temperaturen städtische Einrichtungen mit effizienten Klimaanlagen ausstatten und der Allgemeinheit zur Abkühlung bereitstellen. Ziviler Katastrophenschutz in Form von Abkühlungsräumen für Mensch und Haustiere, bspw. in Sporthallen, ist gemeinwohlorientiert. Die Kommunen sind dem Wohl des Gemeinwesens verpflichtet.
Die ÖDP Ostthüringen kündigt mit dieser Pressemitteilung an, bereits an einer Petition für die Entwicklung der Geraer Innenstadt zu arbeiten. Jede und Jeder ist eingeladen, an unserem 10-Punkte-Plan für das „Quartier Mitte“ mitzuwirken. Der nächste Stammtisch findet am 10. Juli um 18.30 Uhr im Mai Kitchen, Puschkinplatz 7 statt. Anregungen und Wünsche zum „Quartier Mitte“ können bis zum 07.08.26 auch gesendet werden an: info@oedp-ostthueringen.de